Aktuelles

Ab sofort wird bei uns Vereinsintern auch auf Ultraleichtflug geschult. Unsere Flugschülerin Jenny ist begeistert und erkundete schon Norderney und den Möhnesee.    13.08.2016

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Nach der langen Winterpause wird wieder kräftig geflogen    01.04.2016

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Langstreckler unter den Fliegern

24.05.2013

Unbenannt

 

Dem Himmel so nah: Ingo Presser vor seinem ersten Alleinflug, 1963 im schottischen Perth.Foto: LSC Gelsenkirchen.

Ingo Presser hat 50 Pilotenjahre und 27 000 Flugstunden hinter sich – sein Verein ist der LSC Gelsenkirchen und Buer. Der Club hat 40 Mitglieder

Der Traum vom Fliegen ist wohl so alt wie die Menschheit. Dass es in Gelsenkirchen einen Verein gibt, der diesen Traum lebt, ist aber in Vergessenheit geraten. Dabei hat der Flugsport hier durchaus Tradition. Die Mitglieder des Luftsportclubs Gelsenkirchen und Buer heben seit fast 60 Jahren ab. Einer der Piloten feiert heute 50-jähriges Fliegerjubiläum mit über 27.000 Flugstunden: Ingo Presser.

„Was heute der Fußball in Gelsenkirchen ist, war früher der Flugsport“, erinnert der Vorsitzende des Luftsportclubs (LSC) Gelsenkirchen und Buer, Hubert Klawon, an die Ursprünge. Vor den Weltkriegen erlebte der Sport seine Höhepunkte. „Sonntags ging man mit der Familie zum Flugplatz.“ Nach dem zweiten Weltkrieg gründete sich der hiesige LSC, aber erst am 5. Mai 1955 durfte wieder geflogen werden. Seine fliegerische Heimat hat der Verein auf dem Flugplatz Borkenberge bei Lüdinghausen, zwischen Haltern und Dülmen. „Da trifft sich der ganze Pott, wir sind zehn Vereine“, macht Klawon die Kräfteverhältnisse deutlich.

Der Pioniergeist ist verflogen

Der Pioniergeist der Anfangsjahre ist im besten Wortsinn verflogen, den LSC plagen Nachwuchssorgen wie andere Vereine auch. „Die Zahl der Anwärter für den Segelflugschein ist stark rückläufig.“ Die Ultraleichtflugzeuge (maximal zwei Personen, 472,50 Kilogramm Gewicht) laufen den Seglern den Rang ab. Dennoch ist es Klawon gelungen, den Verein vor dem Aus zu retten. „Wir sind mittlerweile wieder 40 Mitglieder und konzentrieren uns auf den Motorflug.“
Die Maschinen befinden sich in Clubbesitz oder werden von Mitgliedern bereit gestellt. Der Kauf eines Ultraleichtflugzeugs ist geplant, um attraktiv für neue Mitglieder zu sein. Die „wahren Flieger“, wie Klawon sie nennt, sind aber in der Echoklasse, mit schweren Maschinen bis zu vier Sitzplätzen, anzutreffen. „Der Sprung zur Berufspiloten-Lizenz ist hier kleiner.“

Pilot des Rosinenbombers

Ein ehemaliger Berufspilot in Reihen des LSC feiert heute sein 50-jähriges als Flieger. „Ingo Presser kommt auf über 27.000 Flugstunden, das schaffen in Deutschland nicht viele“, freut sich Hubert Klawon mit dem Jubilar. In 40 Berufsjahren (unter anderem als Airbus-Pilot bei LTU) hat er viele Piloten als sogenannter Check-Kapitän auch selbst ausgebildet. Einige tausend Flugstunden verbrachte Presser an Bord der DC 3, bekannt als Rosinenbomber.
Alte Flugzeuge haben es dem Piloten sowieso angetan. Seit 30 Jahren hegt, pflegt und fliegt er einen historischen Doppeldecker, eine Bücker Jungmann. Damit flog Presser sogar schon zum Nordkap. Andere Oldtimer gehören ebenfalls zum Maschinenpark des LSC, unter anderem eine Cessna 170 A von 1949 und eine Klemm 107 von 1960. Klawon: „Alte Maschinen sind unsere Zukunft.“